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Themen -> 4.0 Nachhaltige Landwirtschaft

4.7 Ammoniak messen

Stichworte: Düngeverordnung 2017, Gülle, Ammoniak, Messtechnik, ...

Grundlagen | Senkung der Ammoniakemissionen | Neue Ammoniak-Messtechnik | NH3-Emissionsmessung (Grundlagen) | Warum NH3-Messung aus Gülle mit Emissionsprüfgefäß nach DIN/ISO | Skizze mit Teileliste vom Emissionsprüfgefäß und noch zu ermittelnde Werte | Wichtige Hinweise und Empfehlungen | Noch zu definierende Werte | Bestätigung von BAM und UBA | PH-Wert und Ammonium | ANREGUNGEN | Grobe Fehler aller(!) bisherigen Studien, insbesondere ...
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Grundlagen

Ammoniak messen war in der Vergangenheit sehr aufwendig, nur mit High-Tech möglich und entsprechend teuer. Nur sehr wenige Einrichtungen wie Hochschulen, bestimmte Institute und ein paar Firmen verfügen über solche Messtechnik. Die Kosten lagen bei 3.000 bis 10.000 € pro Einzelmessung und je nach peripheren Aufwand wie Probenentnahme, Aufbereitung, etc.. Landwirtschaftliche Reihenuntersuchungen hinsichtlich Direkt-Messungen von Ammoniak waren daher kaum/nicht möglich.

Alle(!) Angaben zu Ammoniak in der Düngeverordnung 2017, Reduktionspotentiale durch bodennahe Ausbringung etc. beruhen auf Berechnungen aus Ammoniumgehalt und Temperatur - NICHT auf Basis von Messungen!


Senkung der Ammoniakemissionen

Mit der Düngeverordnung von 2017 werden alle Landwirte zur bodennahen Ausbringung gezwungen. Dies ist für die Landwirte mit immensen, z.T. existenzbedrohenden Zwangsinvestitionen verbunden.

Nach §6 Abs. 3 der Düngeverordnung sind Alternativen ausdrücklich möglich, wenn die EU-Vorgaben zur Reduktion der Ammoniakemissionen eingehalten werden und die Reduktionen mindestens denen der bodennahen Ausbringung entsprechen. Zudem wird dabei ausdrücklich auf die Berücksichtigung guter landwirtschaftlicher Praxis verwiesen.

Nun gibt es verschiedenste ökologisch-nachhaltige Maßnahmen zur signifikanten Senkung der Ammoniakemissionen und weiteren wie Verzicht auf Kraftfutter, Maßnahmen im Stall durch Zugaben zum Einstreu, Stallboden, Stallgruben, ... bis hin zu verschiedenste Maßnahmen und Methoden der Güllebehandlung.
Obwohl viele tausend entsprechend kompetente Landwirte solche und ähnliche Maßnahmen seit Jahrzehnten erfolgreich auch zur Emissionsminderung einsetzen, konnte die Wirksamkeit im Zuge von Untersuchungen durch landwirtschaftliche Versuchsanstalten bzw. wissenschaftliche Arbeiten (Bachelor/Master/Doktor) nie bewiesen werden - wobei dies vor allem bei GROBEN Fehlern bei der Vorgehensweise lag (dazu gibt es einen eigenen Bericht).


NEUE Ammoniak-Messtechnik

12/2018: Im Zuge einer 83-stündigen erfolglosen "Around-the-World-Recherche" nach günstiger Ammoniakmesstechnik, ergab sich eine Zufallsbegegnung die zum Chefentwickler eines deutschen Unternehmens für Gasmesstechnik führte. Dieser hatte schon zu seiner Studienzeit, angeregt vom starken Gestank in Ställen und Mitgefühl für die Tiere, den Traum, eine günstige Ammoniakmesstechnik zu entwickeln, die auch für Landwirte und Natur-/Umweltschutz finanzierbar war.
Jahre vergingen und im Zuge seiner Tätigkeit als Chefentwickler begann er vor 5 Jahren mit Tolerierung des Unternehmens, als reines Hobbyprojekt, an dieser Idee zu arbeiten. Mitte 2018 gelang Dr. Michael Unruh der Durchbruch. Um die Wertigkeit seiner Arbeit zu bestätigen ließ er sein neuentwickeltes NH3-Messgerät für Stallluft von der DLG prüfen, die die Wertigkeit seiner Messtechnik durch ein Zertifikat bestätigte.

Der gute Mann hatte keine Ahnung, was er da eigentlich entwickelt hatte!

DAS war bzw. IST die Lösung. Mit diesem Messgerät gab es eine echte Grundlage für wissenschaftlich tragfähige Ammoniakmessungen.
Im Zuge einer beispielhaften Kooperation zwischen Landwirten und Dr. Michael Unruh mit großer Unterstützung der Firma ExTox die in eine hohe freiwillige Vorausleistung ging und umfangreichen Feldversuchen wurde die Messtechnik von 01-07/2019 nachhaltig für den mobilen Einsatz und zur Messung von Ammoniakemissionen aus Gülle etc. optimiert und am Freitag, 2. August erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Siehe dazu auch Beiträge auf der
Gülle-Seite -> Mitteilung vom 7. August 2019.



Dieses mobile Ammoniak-Messgerät kostet knappe 7.000 € inklusive Schulung und Anwenderzertifikation, also gerademal so viel wie 1-2 einzelne "High-Tech"-Messungen und bietet weit über Stallluft- und Güllemessungen hinausgehende Einsatzmöglichkeiten in Forschung, Umwelt und Technik ... - bis hin zur Wartung von und als Einbaugerät in Lüftungs- und Filteranlagen zur Anzeige der Funktionstüchtigkeit.

Mit dem "NH3-Stable Mobile" und einem entsprechenden Emissionsprüfgefäß ist es seit dem 2. August 2019 möglich, durch einzelne Direkt-Messungen von Ammoniak aus Gülle die Wirksamkeit vieler ökologisch-nachhaltige Maßnahmen zur Senkung der Ammoniakemissionen, von der Fütterung bis zur Güllebehandlung, klar zu BEWEISEN.

In ersten, nicht-repräsentativen Reihenuntersuchungen wurden bei behandelte Güllen, je nach Methode/Maßnahme, eine zuverlässige Reduktionen der Ammoniakemissionen von 60-95 % GEMESSEN - also deutlich besser als durch bodennahe Ausbringung.

Weitere Infos zum Ammoniak-Messkoffer erhalten Sie von:

Dr. Michael Unruh
Tel.: +49 (0)2303 3324717
Mobil: +49 (0)151 12423434
E-Mail:
Michael.Unruh@ExTox.de
ExTox Gasmess-Systeme GmbH
59423 Unna, Max-Planck-Str. 15a



Emissionsmessungen von Ammoniak - Grundlagen
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Tja, nach einigen Gesprächen mit Fachleuten, wurde deren Empfehlung hinsichtlich Luft-Dehydrierung bzw. Senkung der Luftfeuchtigkeit ein Gaswaschgefäß mit Trockenmittel mit aufgenommen. Damit wird bei allen Messungen mit relativ gleichäßig trockener Luft gemessen.

Hintergrund:
Ammoniak ist eine gasförmige Lauge die sehr stark schon auf geringste Mengen von Wasser reagiert. D.h., eine Änderung der Witterung und Luftfeuchtigkeit bewirkt auch immer eine Änderung vom Messergebnis (ist ja auch bekannt, dass die NH3-Emissionen bei der Ausbringung bei feuchtem Wetter deutlich geringer sind) - womit Güllemessungen im Außenbereich definitiv problematisch werden – besser Gülle sammeln und Reihenuntersuchung im Büro bzw. in warmen und trockenen Innenraum.

D.h., es muss bei jeder NH3-Messung auch die Luftfeuchtigkeit der Zuluft gemessen und dokumentiert werden oder/und die Zuluft wird im Durchflussverfahren mit einem Trockenmittel getrocknet.
Die Messung sollte nicht in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit stattfinden, vorzugsweise bei trockener Raumluft.

Das empfohlene Trockenmittel ist orange und wird mit zunehmender Sättigung farblos. Es sollte immer deutlich gefärbt sein und rechtzeitig ausgewechselt werden. Ggf. ist es vorteilhaft sich 2 oder mehr Gaswaschflaschen zuzulegen und vorfüllen. Das Trockenmittel kann durch Trocknung wieder regeneriert werden. Es färbt sich dann wieder orange ist sehr lange wiederverwendbar.


Emissionsmessung mit geeigneten z.T. DIN/ISO zertifizierte Emissionsprüfgefäßen
bzw. Emissionsprüfkammern
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Emissionsprüfgefäße und Emissionsprüfkammern aus dem Schadstoffmessungsbereich sind genormt und nach DIN/ISO zertifiziert. Sie verfügen bei entsprechender Konfiguration über sehr gute laminare (gleichförmige) Strömungseigenschaften, was ganz wichtig für vergleichbare Messergebnisse ist.

Die CLIMPAQ-Emissionsprüfkammer wird zur Schadstoffmessung von BAM und UBA verwendet und ist für den stationären Einsatz konzipiert. Mit ihr lassen sich nicht nur Emissionen aus Beläge und Beschichtungen sondern auch aus festen, flüssigen und zähflüssige, Medien in entsprechend flachen Gefäßen zur Messung entnehmen.
Hier ist der Kontakt zum dänischen Hersteller und einzigen Anbieter der CLIMPAQ-Emissionsprüfkammer. Preis für die 50 L-Kammer: 4.200 € + Versand
Infos:
http://www.climtech.dk/climpaq50.html, Ansprechpartner: Anders Holm
E:
anders.holm@climtech.dk

Es gibt jedoch auch Emissionsprüfgefäße für den Klein-Proben-Einsatz wie bestimmte Exsikkatoren, die auf für Ammoniakmessungen aus festen, flüssigen und zähflüssigen Medien wie Gülle geeignet sind und auf die im Nachfolgenden besonders eingegangen wird.


Skizze mit Teileliste vom Emissionsprüfgefäß und noch zu definierende Werte
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Da mir leider kein "NH3-Stable Mobile" zur Verfügung steht, fehlten zur fertigen Konfiguration mit Definition ALLER essentiellen Faktoren und Variable noch entscheidende Werte, die jedoch besonders gekennzeichnet sind.

Die noch zu ermittelnden Werte sind:
1. Durchmesser vom Probengefäß
2. Abstand von der Probenoberfläche zu den Ausgängen der 3 ZU-Luft-Röhrchen
3. Abstand von der Probenoberfläche zum oberen Gefäßrand vom Exsikkator-Unterteil (Bauteil-Nr.: 9)

Diese FEST-Werte müssen noch für die jeweilige Güllekategorie wie "Milchvieh" oder "Schweinemast" durch Messversuche ermittelt werden, damit die Ammoniakwerte von "Maximal-" bzw. Referenz-Güllen 180 ppm nicht übersteigen.

Nur durch die feste Definition der o.g. 3 Werte ist eine Vergleichbarkeit von Messergebnissen unterschiedlicher Messstellen gewährleistet.

Daher ist das Prüfgefäß nachfolgend in 2 Varianten beschrieben, die eine optimale Anpassung an das Verhältnis von Oberfläche zu Luftvolumen (im Exsikkator) ermöglicht.

Variante 1: Kleine Oberfläche (bis 90 mm) und großes Volumen

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Variante 2: Größere Oberfläche (bis 145 mm) und kleineres Volumen


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Definition der Laborgeräte:

Alle essentiellen Bauteile erfüllen DIN- oder/und ISO-Standards.

1. Optional: 1 Stück Gaswaschflasche, 500 ml aus Borosilikatglas 3.3. Nach DIN 12463, NS 29/32. Flaschenhöhe 200 mm. Aufsatz aus DURAN® mit zwei Oliven AD ca. 11 mm, ohne Filterplatte, Art.-Nr.: KX63.1 (44,80 €)

2. Optional: 1 kg Trocknungsmittel „Silica Gel Orange“, Art.-Nr.: P077.1 (29,50 € inkl. 1-2mal Reserve, durch Trocknung immer wieder verwendbar)

3. 1 Stück PP- oder PTFE-Schlauch ID= 10 mm, AD= 12 mm, 300 mm lang
z.B. Rotilabo®-PTFE-Schläuche Art.-Nr.: 1179.1 (5 m: 42,90 €)
Alternativ: Silikonschlauch, lebensmittelecht,

4. 1 Stück Kreuz-Stück für Zuluft-Schläuche z.B. Rotilabo®-Kreuz-Stück aus PP, AD= 10 mm Art.-Nr.: E780.1 (10 Stück: 18,65 €)

5. 3 Stück PP- oder PTFE-Schlauch ID= 10 mm, AD= 12 mm, je 300 mm lang z.B. Rotilabo®-PTFE-Schläuche Art.-Nr.: 1179.1 (5 m: 42,90 €)

6. 3 Stück Glasröhrchen mit AD= 10 mm, ID= 8 mm und genau 250 mm lang z.B. aus Kalk-Soda-Glas. Länge 50 cm. Temperaturbeständig bis ca. 100 °C. Art.-Nr. CNL0.1 (=Null, 12 Stück, je 50 cm lang: 7,95 €, müssen auf 250 mm verkürzt werden siehe dazu Pos. 18: Glasrohrschneider)

7. 4 Stück Thermometeradapter NS29/32 mit Schraubkappe und GL25 Gewinde, aus DURAN®. Mit Normschliff, Kunststoffschraubkappe und Silikondichtung mit aufvulkanisierter PTFE-Stulpe / Art.-Nr.: TH01.1 mit 9-11 mm für Glasröhrchen (33,45 €)

8. 1 Stück DURAN® Planflansch-Deckel, 4 Hälse mit NS, DN 150, MS NS 29/32, SH NS 3X29/32 senkrecht DURAN-Nr. 2439257 (bei CarlRoth Bestellartikel: 180,50 €)

9. 1 Stück Planflansch Exsikkator-Unterteil, NS-Tubus 24/29 Novus, DURAN®, DN 150, Gesamthöhe 154 mm, Art.-Nr.: H362.1 (84,00 €)

10. Gefäß für Wasserbad

11. Temperatur-Sensor mit Zuleitung über P14 D= 6mm (Bestandteil vom NH3-Messgerät)

12. PE oder PP Probengefäß vorzugsweise mit Deckel (die Abmessungen, insbesondere der Innendurchmesser, müssen noch definiert werden)

13. Silikon-Dichtring, 10 mm dick, der Innen-D sollte 1-2 mm kleiner sein als der Außen-D vom Probegefäß, siehe „Bezug“ weiter unten

14. 1 Stück Thermometeradapter NS24/29 mit Schraubkappe und GL14 Gewinde, aus DURAN®. Mit Normschliff, Kunststoffschraubkappe und Silikondichtung mit aufvulkanisierter PTFE-Stulpe / Art.-Nr.: TE29.1 für 5,5-6,5 mm für T-Sensor am Exsikkator-Unterteil (17,10 €)
Optional: 1 Stück Stopfen (Kunststoff, kein Schliff) NS24/29 für Exsikkator-Unterteil Art.-Nr.: LL82.1 (10 Stück: 11,40 €)

15. 1 Stück Glasröhrchen mit AD= 10 mm, ID= 8 mm und 50 mm lang z.B. aus Kalk-Soda-Glas. Länge 50 cm. Temperaturbeständig bis ca. 100 °C. Art.-Nr. CNL0.1 (=Null, 12 Stück, je 50 cm lang: 7,95 €, müssen auf 50 mm verkürzt werden)

16. Silikonschlauch, 30-40 mm lang, Innen-Ø: 6 mm, Außen-Ø: 10 mm, Art.-Nr.: 9573.1
Zum Anschluss an den Schlauch (Außen-Ø: 6mm) zum NH3-Messgerät

17. 1 m PE-/PP-/Silikonschlauch, Außen-D: 6mm zum NH3-Messgerät (beim NH3-Messgerät mitbestellen)

18. Glasrohrschneider 3-30 mm, für Glasröhrchen Art.-Nr.: YT66.1 (12,80 €)

19. Silikonfett z.B. Rotisilon®, Rotisilon® A, Art.-Nr.: 0830.2 (15,90 €)

PLUS Wärmequelle zur Erzeugung der Temperaturen (20° und 25° C)

Bezug:
• Alle Positionen mit Art.-Nr. (Laborglas und Behälter): www.CarlRoth.de (Stand: 09/2019)
• Pos. 13: Silikon-/EPDM-Dichtring z.B.: www.resogoo.com/de oder www.ristaro.de
• Alternative zu Pos. 3, 5, 16 SILIKON-Schläuche (weicher) als Meterware:
Link (2,45 €/lfm)


Wichtige Hinweise und Empfehlungen
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• Das NH3-Messgerät „NH3-Stable Mobile“ von www.ExTox.de muss immer bei Raumtemperatur aufbewahrt und betrieben werden. Ansonsten sind Kondensationen innerhalb des Gerätes, verfälschte Messergebnisse und u.U. Zerstörung des NH3-Sensors möglich.
Bei Transport des NH3-Messgerätes bei kalter, feuchter Witterung im KFZ: das NH3-Messgerät an den Zigarettenanzünder anschließen, damit die interne Heizung Kondensationen und ähnliches verhindert.

• Raum-/Umgebungstemperatur und Toleranz zur Vermeidung von Kondensationen im Prüfgefäß und in den Leitungen/Schläuchen:
o Messung bei Gülletemperatur 20° C: 20° C -1/+3° = 19°-23° C Raumtemperatur
o Messung bei Gülletemperatur 25° C: 25° C -3/+2° = 22°-27° C Raumtemperatur

• Probegefäße mit Gülle mindestens 6 Stunden vor der Messung nicht(!) schütteln, da sonst Luftbläschen eingebracht werden und die Gülle dann stärker NH3 emittiert. Falls notwendig vorsichtig Rühren ohne Luft unterzuheben bzw. Oberfläche bei zähflüssigen Proben glattstreichen.

• Nach dokumentierter Probenentnahme, Probegefäße mit Gülle bis zur Messung unbedingt bei 4-12° C gekühlt aufbewahren (Transport-Kühlbox) und erst unmittelbar (max. 30 Minuten) vor der NH3-Messung erwärmen! Die Messung sollte innerhalb von 48 Stunden nach Entnahme aus der Güllegrube erfolgen.

• Bei Reihenuntersuchungen ist eine 20 minütige Vorwärmung der randvoll befüllten und verschließbaren Probebehälter mit Gülle in einem Wasserbad mit der Messtemperatur von 20° bzw. 25 °C zu empfehlen.

• Ammoniak ist eine gasförmige Lauge die sehr stark schon auf geringste Mengen von Wasser reagiert. D.h., eine Änderung der Luftfeuchtigkeit bewirkt auch immer eine Änderung vom Messergebnis.
D.h., es muss bei jeder NH3-Messung auch die Luftfeuchtigkeit der Zuluft gemessen und dokumentiert werden oder/und die Zuluft wird im Durchflussverfahren mit einem Trockenmittel getrocknet.
Die Messung sollte nicht in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit stattfinden, vorzugsweise bei trockener Raumluft. Empfehlenswert ist die Entnahme und Sammlung der Proben und anschließende (Reihen-) Messung in einem geeigneten trockenen, warmen 22-23° C Raum Büro/Nebenraum/o.ä. .

• Das empfohlene Trockenmittel ist orange und wird mit zunehmender Sättigung farblos. Es sollte immer deutlich orange sein und rechtzeitig ausgewechselt werden. Ggf. ist es vorteilhaft sich 2 oder mehr Gaswaschflaschen zuzulegen und vorfüllen. Das Trockenmittel kann durch Trocknung wieder regeneriert wird werden. Es färbt sich dann wieder orange ist sehr lange wiederverwendbar.

• Bei Messungen und anschließender Selbstreinigung des NH3-Messgerätes muss immer die Zufuhr von sauberer Frischluft gewährleistet sein! (Nicht rauchen, kein Güllegeruch im Messbereich, etc.)

• Zur Gewährleistung einer Vergleichbarkeit aller Messergebnisse sind unbedingt genau die o.g. Artikel zu verwenden und
Maße einzuhalten!

ALLE Kontaktflächen (Glas/Glas, Glas Kunststoff) von Bauteile VOR zusammenfügen mit Silikonfett einfetten!

• Sollte ein Schlauch etwas eng sein, dann vorher in heißem Wasser weich machen und dann aufstecken, doch auch hier unbedingt vorher immer mit Silikonfett einfetten

• Stallluftmessungen ergeben quantitative Angaben, Güllemessungen dienen zur wissenschaftlich tragfähigen Angabe vom Verhältnis zu einem Referenzwert ohne quantitative Aussage wie z.B. ppm pro Fläche (qm/ha/…).

• Chemische Beständigkeit von Kunststoffen gegenüber Ammoniak:
LINK


Bestätigung von BAM und UBA
Diese waren lediglich kurze Rückbestätigung nach umfangreichen Gesprächen.
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Für wissenschaftlich tragfähige Emissionsmessungen bedarf es großer Erfahrung. Seit über 40 Jahren sind das Bundesamt für Materialforschung und –prüfung (BAM) und das Umweltbundesamt (UBA) die absoluten Experten wenn es um die Messung von tausenden von Emissionen und Schadstoffen sowie die Ermittlung/ Einhaltung von Grenzwerte geht. ISO und DIN Normen gewähren dabei sichere Standards und wissenschaftlich-tragfähige und vergleichbare Ergebnisse.
Bei ALLEN bisherigen Emissionsmessungen in der Landwirtschaft, insbesondere von Ammoniak, wurden wichtigste Grundlagen der Emissionsmessung und standardisierte Vorgehensweisen wie Apparaturen und Versuchsaufbauten NICHT berücksichtigt. Auch sind die Vorgehensweisen nicht zur Wirksamkeitsprüfung geeignet, da wesentliche Faktoren und Variable ebenfalls NICHT berücksichtigt wurden. Siehe dazu das Dokument: „Gemeinsame Fehler aller bisherigen Studien“

Die oben beschriebene Apparatur mit Emissionsprüfgefäß zur Messung von Ammoniakemissionen aus Gülle entspricht den Empfehlungen der Emissionsmessexperten von BAM und UBA!

Presseanfragen und Rückbestätigungen an/vom das BAM und UBA vom 14. Oktober 2019:


Antwort vom BAM (Bundesamt für Materialforschung und -prüfung), vom 14. Oktober 2019:


Antwort vom UBA (Umweltbundesamt), vom 14. Oktober 2019:



PH-Wert und Ammoniumgehalt
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PH-WERT:
Wer Ammoniak misst, sollte unbedingt auch den PH-Wert und Ammoniumgehalt mit messen.
Hintergrund:
Wissenschaftler mit "geozentrischem Weltbild" behaupten in vielen Studien, dass NUR eine Absenkung des PH-Wertes, wie z.B. mit Schwefelsäure, die Ammoniakemissionen wirksam reduziert und das ist eben FALSCH!
Bei Güllen, deren Ammoniakemissionen durch ökologisch-nachhaltige Güllebehandlung durch Messung bewiesen um 70-90 % reduziert waren, blieb der PH-Wert nach wie vor im alkalischen Bereich von 8-10. Weitere Bestätigungen wären sehr hilfreich.

Ein gutes PH-Wert Messgerät gibt es z.B von "
TESTO"
In diesem Set sind vor allem auch Kalibrierungsflüssigkeiten für einwandfreie Messergebnis und ein Transportkoffer mit enthalten.

AMMONIUM
Hintergrund:
Alle in der Düngeverordnung und in viele Studien genannten Ammoniakwerte beruhen auf Berechnung aus dem Ammoniumgehalt unter Berücksichtigung der Temperatur - NICHT auf Messergebnisse! Zur Ermittlung der Ammoniakreduktionen werden diese Zahlenwerte mit dem sogenannten "Emissionsfaktor" multipliziert. Dieser Emissionsfaktor ist wieder ein errechneter 0,X-Wert für die verschiedene Ausbringtechniken.
WENN diese Berechnungsmodell wirklich funktioniert, DANN müssten bei Reduktion der Ammoniakemissionen um 60-90 % durch ökologisch-nachhaltige Güllebehandlung auch der Ammoniumgehalt entsprechend geringer sein.
Erste Messungen zeigen auch hier das Gegenteil!
Eine Reduktion der Ammoniakemissionen um 60-90 % ist NICHT vom Ammoniumgehalt abhängig.
D.h., das Berechnungsmodell für Ammoniakemissionen, auf das sich die Düngeverordnung und andere Gesetze stützen ist FALSCH ... FUNKTIONIERT NICHT ...
Weitere Messergebnisse wären sehr wünschenswert!

PROBLEM ist der Messbereich. Bei Rindergülle rechnet man so pauschal mit 1-2 Kg Ammonium auf 1 m3, bei Schweinegülle bis 5kl. Das wären umgerechnet 1.000-5.000 mg/L.
Dafür gibt es keine Teststreifen!

LÖSUNG:
1 Teil Gülle mit z.B. 9 Teile dest. Wasser verdünnen – ist bei Ammonium absolut üblich und skalierbar!
Dann kann man mit Testreifen arbeiten, vorzugsweise von einem Anbieter mit medizinischen Bereich Schwerpunkt und Qualität. Habe hierzu das hier entdeckt
https://www.mn-net.com/tabid/10302/default.aspx und mit dem Hersteller gesprochen.
Passt. Die Teile funktionieren auch mit verdünnter Gülle.
Link zum günstigsten Einkauf

Wichtig zum Verständnis:
Ammoniummessung mit Teststreifen erfordert immer mehrere Arbeitsgänge mit Indikatorflüssigkeiten. Beschreibung lesen!!!



ANREGUNGEN

Landwirte können gemeinsam, in Kleingruppen solche NH3-Messgeräte kaufen und für Stallluft- und Güllemessungen einsetzen und ggf. die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen zur Reduktion der Ammoniakemissionen im Stall und/oder in der Gülle BEWEISEN.

Agrarberater, Verbände, ... können mit so einem Messgerät NH3-Messungen als kleine Dienstleistung anbieten ...

Wichtig ist die GLEICHE Vorgehensweise, damit ein Vergleich aller Ergebnisse, auch mit Referenzwerten möglich ist.

Anlage eines gemeinsamen Datenpools für alle Messergebnisse (anonymisiert, nur PLZ). Ab einer bestimmten Anzahl von Messergebnissen pro Güllekategorie erhalten die Ergebnisse einen die Wertigkeit einer Studie und können entsprechende Anerkennungen untermauern.

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Weitere Anregungen auf Anfrage.
Kontakt


Grobe Fehler aller(!) bisherigen Studien, insbesondere jene bei denen direkt oder indirekt Dr. Freibauer und/oder Dr. Dippolder und/oder Dr. Elsässer bzw. deren Seilschaft mitgewirkt haben

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Weitere Informationen, Kontaktvermittlung, Anregungen, ... auf Anfrage:
KONTAKT



Aktuell


Kurzinfos gibt es per Twitter Infos und Meldungen vor 09/2019 sind HIER

These eines Laien zum Thema Düngebedarf, Gülle, Nitrat und Boden-/ Humusaufbau STATT Nitratbelastung LINK

Link zu " Projekt Gülle "

Link zu Gülleveredelung
Alles rund um Güllebehandlung zur Reduktion der Ammoniak- Emissionen ...

Ammoniak messen ...
Vorstellung einer einzigartigen, mobilen und DLG-zertifizierte Ammoniak- Messtechnik zur zur Messung von Stallluft UND Ammoniakemissionen aus Gülle und weiterem
MIT Empfehlungen zu Emissionsprüfgefäßen bzw. Prüfkammern und Vorgehensweise bei Gülle-Messungen.

Aktuelle Messungen BELEGEN
Berechnungsmodell der Ammoniakemissionen aus Gülle, auf das sich auch die Düngeverordnung beruft, ist FALSCH!
Download als PDF-Datei

Die 10 größten gemeinsamen Fehler in allen Studien hinsichtlich Güllebehandlung und deren Wirksamkeit bei der Reduktion der NH3-Emissionen die von Dr. Freibauer und/oder Dr. Dippolder und/oder Dr. Elsässer in-/direkt beeinflusst wurden.
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GESAMT-Konzept:
Energie, emissionsarme Mobilität und MEHR.
LINK



Empfehlungen


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